Springen Sie zum Inhalt
Verband Region Stuttgart

Wir haben viele interessante Themen.

Auf den folgenden Seiten gibt es daher weitergehende Informationen:

Aktuelles Presseinformationen |

Verband Region Stuttgart fordert verlässliche Planung und tragfähige Lösungen für die Fahrgäste

Zumeldung des Verbands Region Stuttgart zu den massiven Einschränkungen bei der S-Bahn 2025/2026.

2025 und 2026 ist mit zahlreichen Baumaßnahmen und Sperrungen im Eisenbahnverkehr zu rechnen. Verband Region Stuttgart fordert leistungsfähiges Ersatzkonzept und Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die heute bekannt gewordenen massiven Auswirkungen der anstehenden Bauarbeiten im Zusammenhang mit Stuttgart 21 und dem Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) sorgen beim Verband Region Stuttgart für große Besorgnis. Es zeichnet sich ab, dass 2025 und 2026 für die Fahrgäste der S-Bahn erhebliche Belastungen mit zahlreichen Sperrungen und Einschränkungen drohen. 

Aus Sicht des Verbands Region Stuttgart braucht es jetzt dringend verlässliche Planungsgrundlagen und tragfähige Lösungen, um die Mobilität der Menschen in der Region auch während dieser schwierigen Bauphase zu gewährleisten.

 „Die Menschen in der Region Stuttgart brauchen klare Antworten, wie sie während der Bauarbeiten zuverlässig zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt kommen. Wir sind uns vollkommen bewusst, wie schwierig diese Situation für die Fahrgäste ist. Unsere Erwartung an die Bahn ist, für die massiven Einschränkungen tragfähige Alternativen zu schaffen. Alle Beteiligten sind nun gefordert, ihr Maximum zu geben, um den Fahrgästen die bestmöglichen Lösungen in dieser belastenden Situation zu bieten“, betont Regionaldirektor Dr. Alexander Lahl. 

Angesichts von vielen auch kurzfristig anberaumten Baumaßnahmen im ersten Halbjahr 2025 – darunter zentrale Strecken wie die Stammstrecke, die Filderbahn und der Bereich um Bad Cannstatt – fordert der Verband Region Stuttgart von der Deutschen Bahn (DB InfraGO und DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH) verbindliche und abgestimmte Planungen für alle Bauarbeiten und Sperrungen in den Jahren 2025 und 2026.

Der Verband Region Stuttgart stellt klar
  • Ein leistungsfähiges Ersatzkonzept muss gemeinsam mit allen Partnern wie VVS, SSB und den Eisenbahnverkehrsunternehmen geplant und rechtzeitig um-gesetzt werden.

  • Die Deutsche Bahn muss konkrete und abgestimmte Bauzeitenpläne vorlegen, um Planungssicherheit für die Region und alle Betroffenen zu schaffen.

  • Es braucht eine rechtzeitige und transparente Kommunikation aller geplanten Maßnahmen, um die Fahrgäste frühzeitig zu informieren.

  • Die DB Projekt Stuttgart–Ulm und DB InfraGO müssen sich angemessen finan-ziell an der Organisation und Durchführung der Ersatzverkehre beteiligen.

  • Ein gemeinsames Gremium zur Koordination und Finanzierung der Ersatzver-kehre muss eingerichtet werden, um die komplexen Abstimmungen zwischen allen Akteuren effizient zu steuern.

  • Der Verband Region Stuttgart wird sich weiterhin intensiv für die Interessen der Fahrgäste und die Sicherung der Mobilität in der Region einsetzen und erwartet von der Deutschen Bahn jetzt schnell belastbare Zusagen und eine konstruktive Zusammenarbeit

In der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses haben sich die Fraktionen mit den Sperrungen und Baumaßnahmen befasst.

Stimmen der Fraktionen
CDU/ÖDP„Es ist ernüchternd, wenn man sich vorstellt, was das für die Fahrgäste bedeutet“, erklärte Elmar Steinbacher. Er erkenne jedoch an, dass Baustellen und Sperrungen notwendige Teile der Problemlösung seien, um Stuttgart 21 und die Digitalisierung voranzutreiben. „Wir tauschen das gesamte Gehirn des Bahnhofs aus. Das ist ein riesiger Eingriff.“ Seine Fraktion befürworte einen Schulterschluss aller Beteiligten. Er betonte „Natürlich brauchen wir, damit es am Ende funktioniert, den digitalen Knoten, aber in der ganzen Breite inklusive DKS 3.Wenn wir das jetzt hinnehmen müssen, dann sollte der Knoten vollflächig ausgebaut werden.
Bündnis 90/Die Grünen„Sämtliches Vertrauen ist aufgebraucht“, betonte Michael Lateier. Er verstehe, dass die Probleme teilweise dem European Train Control System (ETCS) geschuldet seien, aber kritisierte, dass „seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr in die Infrastruktur in Stuttgart investiert wurde.“ Die DB habe ETCS für alle Teilbereich zugesagt, nun sei es unvollständig. Lateier betonte, dass der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn die einzigen Fakten zur Inbetriebnahme geliefert hätten, indem die Fahrzeuge umgerüstet und Personal ausgebildet wurden. Die Baustellenplanung war ein weiterer Kritikpunkt Lateiers. Für ihn sei es „unzumutbar, dass InfraGo nicht aktiv beim Ersatzverkehr involviert ist“, und bezeichnete dies als „nicht konstruktives Vorgehen und keine Zusammenarbeit.“
Freie WählerFrank Buß stellte das Positive an den Anfang: „Die DB hat weiterhin die Intention, Stuttgart 21 mit allen Komponenten, mit Ausnahme der Gäubahn, in Betrieb zu nehmen.“ Er betonte die Verantwortung der Bahn, die Pläne einzuhalten: „Zum Wollen muss das Tun kommen, und die Herausforderungen sind groß.“ Höchste Priorität müsse haben, dass alle Beteiligten die Fahrgäste entlasten. Kommunikation sei dabei entscheidend. Er machte klar, dass die Deutsche Bahn mit all ihren Tochtergesellschaften in der Bringschuld stehe. „Es braucht eine überzeugende Gesamtkonzeption, die flexibel auf Kurzfristiges reagieren kann.“
AFD„Bevor es besser wird, wird es richtig ugly“, betonte Uwe Mardas.  Er äußerte Zweifel an der Effektivität der aktuellen Kommunikationsstrategien und stellte die Frage: „Wie erzählen wir das unseren Fahrgästen? Gibt es eine Kommunikationskampagne?“ Mardas betonte die Notwendigkeit, die Projekte zu vollenden, wies jedoch darauf hin, dass es an durchdachten Konzepten und einem agilen Erwartungsmanagement mangele
SPD„Wir sind der Meinung, dass die PSU und InfraGo in der Verantwortung für die Kommunikation und die Finanzierung von Ersatzkonzepten stehen, so Thomas Leipnitz. Seiner Meinung nach sei ein gemeinsames Gremium sowohl sinnvoll als auch notwendig und sollte unbedingt umgesetzt werden. Er bekräftigte auch die Dringlichkeit der Digitalisierung: „Der digitale Knoten DKS 3 muss unbedingt kommen; dieses Stückwerk ist nicht zumutbar.“
FDPGabriele Heise betonte die Notwendigkeit eines Schulterschlusses, machte jedoch klar, dass die Verbands Schulter „keine Schulter zum Anlehnen sein wird.“ Sie forderte, dass sich alle Beteiligten an die Verträge halten und diese entsprechend umsetzen. „Wir stehen dazu, wollen das Projekt realisieren, aber wir erwarten, dass sie ihren Teil dazu beitragen“, sagte sie in Richtung DB InfraGo und PSU.
LINKE.Piraten.SÖS„Ich kann förmlich hören, wie die Fahrgäste die Hände über den Kopf zusammenschlagen“, sagte Philip Köngeter. Er kritisierte die aktuelle Herangehensweise und das Fehlen einer fahrgastorientierten Perspektive: „Es geht darum, was das Beste für die Fahrgäste ist, und genau das fehlt.“

Zumeldung als PDF-Download

Für mehr News Hier entlang!

Immer auf dem aktuellen Stand Unser Newsletter

Der Verband Region Stuttgart informiert via Newsletter aus der Region für die Region: Politische Entscheidungen, Veranstaltungen, spannendes Hintergrundwissen. Wenn auch Sie künftig den Newsletter kostenlos abonnieren wollen, dann registrieren Sie sich.

* = Pflichtfeld

* = Pflichtfeld

Immer auf Empfang

Sie benötigen weitere Informationen, haben Fragen oder wollen uns etwas mitteilen? Dann melden Sie sich gerne. Wir freuen uns über Ihre Nachricht.

Kontaktieren Sie uns