STUTTGART: „Nach der heutigen Förderzusage durch das Land können wir noch diese Woche den Zuschlag für die regionsweite Planung eines glasfaserbasierten Backbone-Netzes erteilen“, hat sich Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling gefreut. Anlass war der Förderbescheid, den Innenminister Thomas Strobl heute den Vertretern der fünf Landkreise und der Landeshauptstadt Stuttgart überreichte. Damit übernimmt das Land gut 90 Prozent der Kosten, also fast 400.000 Euro, an der überörtlichen Planung von Glasfaserverbindungen in der Region Stuttgart.
Der Verband Region Stuttgart ist Projektkoordinator und bündelt als Vergabestelle die regionale Untersuchung zum Breitbandausbau. „Durch diese Kooperation und aufbauend auf den Aktivitäten von Kreisen und der Stadt Stuttgart wollen wir regionsweit einheitliche Standards für die Planung und den späteren Ausbau setzen“, so Dr. Schelling weiter. Diese Planung aus einem Guss minimiert den Verwaltungsaufwand und bündelt Kompetenzen. Ziel ist die bessere Versorgung von Gewerbegebieten mit schnellem Internet ebenso wie der lückenlose Ausbau des mobilen Breitbands oder Mobilfunks entlang der Hauptverkehrstrassen. Denn der ständige Datentransfer auf Basis einer leistungsfähigen Breitbandversorgung sei für künftige Mobilitätsformen, wie autonomes Fahren, erforderlich.
Zielführend für die Landesförderung ist eine intensive Zusammenarbeit der Landkreise, der Stadt Stuttgart sowie der Wirtschaftsförderung und des Verbands Region Stuttgart. Sie bereiteten die gemeinsame europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen vor und überlegen, wie der Ausbau am besten organisiert und umgesetzt werden kann.
Kern der regionsweiten Planung ist die Erhebung von Glasfaser-Infrastrukturen und die Planung überörtlicher Glasfaserstrecken entlang der Hauptverkehrstrassen. Darüber hinaus wird die Glasfaserzuführung in die örtlichen Ausbaugebiete erarbeitet. Städte und Gemeinden können darauf aufbauend eine FFTB-Planung umsetzen, die die Breitbandstrecke in Gebäude bringt. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen bis Anfang 2017 vorliegen.
Pressemitteilung (als pdf-Datei)